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Grammatik

Dieser Text soll eine kurze Einführung in den Themenbereich “Grammatik” geben. Dies kann in diesem Rahmen natürlich nicht umfassend geschehen. Aber ich möchte auf einige grundlegenden Eigenschaften von Sprachen allgemein, und im Speziellen von “Grammatik” eigehen. Denn keine Sprache der Welt ist ohne Grammatik. Jede Sprache (und sei es eine künstliche (Programmier-)Sprache hat gewisse Regeln. Damit wären wir auch schon beim wichtigsten Punkt.

Grammatik braucht Regeln

Jede Sprache verfügt über eine Grammatik, die als Regelwerk  für den Gebrauch dieser Sprache fungiert.

Jede Sprache verfügt über eine Grammatik, die als Regelwerk für den Gebrauch dieser Sprache fungiert.

Grammatik ist derjenige Teilbereich der Sprache, der sich mit den Regeln des Satzbaus beschäftigt. Jeder Satz teilt sich auf in Phrasen, diese wiederum setzen sich aus den einzelnen Satzbausteinen (Satzglieder) zusammen. Alle Satzteile stehen in einem bestimmten Zusammenhang zueinander. Die Grammatik bildet sozusagen das „Grundgerüst“ einer Sprache. Die einzelnen Bausteine haben unterschiedliche funktionale Eigenschaften. Ein Pronomen hat beispielsweise die Funktion, auf eine ‚Entität‘ (Person oder Gegenstand) hinzuweisen. Eine Konjunktion dagegen verbindet zwei Satzteile miteinander oder stellt eine Beziehung her. Auch die Wortbildung (Morphologie) spielt eine Rolle dabei. Die Wortbildung wird manchmal auch als Teilbereich der Grammatik angesehen, da sie unmittelbar mit ihr zusammenhängt. Eine Abgrenzung zu den anderen Bereichen Morphologie, Semantik (Bedeutung) und Phonologie (Lautlehre) ist also nicht immer eindeutig möglich, da es Schnittstellen zwischen den einzelnen Bereichen gibt. Manchmal wird der Begriff Linguistik (Sprachwissenschaft) auch einfach gleichbedeutend mit Grammatik benutzt. Ein kurzes Beispiel kann die Funktion der Grammatik verdeutlichen:

Beispiel:

Jedes Brettspiel hat gewisse Regeln, an denen sich die Spieler orientieren können. Diese Regeln spiegeln sich vor allem in den ‚Bausteinen‘ (Spielfiguren) wieder. Beim Schach hat jede Figur bestimmte Funktionen, die andere Figuren nicht haben.

Ebenso braucht jede Sprache eine Struktur, die alles „zusammenhält“. Dabei gibt es unterschiedliche „Parameter“ von Sprache zu Sprache. Ein Pronomen kann zum Beispiel Teil des Verbes bzw. „leer“ sein, wie das im Italienischen der Fall sein kann. Das Personalpronomen kann in bestimmten Satztypen einfach ausgelassen werden. Die Linguistik bezeichnet solche Sprachen als ‚Pro-Drop-Sprachen‘ (das Pronomen kann „fallengelassen werden“). Die einzelnen Satzteile formen sich pyramidenartig zu einem Ganzen, an dessen Spitze bzw. Wurzel der Satz steht. Die komplette Struktur bezeichnet die Sprachwissenschaft als „Syntaxbaum“, da er sich von der Wurzel (Satz), über die Satzglieder (Subjekt, Prädikat, Objekt) bis hin zu den einzelnen Bausteinen (Wortarten) verästelt.

Fazit:

Jede (natürliche) Sprache beinhaltet eine Grammatik, die sich aufbaut aus den Funktionen ihrer Bausteine (Wörter) und über die Beziehungen der Wortarten zueinander zu einem ganzen Regelwerk heranwächst. Die genauen Zusammenhänge werden in der modernen Sprachwissenschaft erforscht. Die grundlegenden Funktionen der Wortarten hat jeder Sprecher einer Sprache verinnerlicht. Durch diese Regeln können ständig neue Sätze produziert werden.